Nachstehend ein paar Definitionen zum Thema Hygiene
Intensivreinigung: Hierbei handelt es sich um die „Gesamtheit von Verfahren und Maßnahmen“ zur Säuberung und/oder Desinfektion, wozu auch die Aufrechterhaltung einer guten Luftqualität durch den Luftaustausch in allen Räumen gehört.
Desinfektion: Diese Behandlung dient der Abtötung der Keimbelastung in Räumen sowie auf Oberflächen und Materialien durch die Verwendung von Desinfektionsmitteln (Biozide oder Medizinprodukte).
Hygienisierung der Umgebung: Diese entspricht einer gründlichen Reinigung, deren Zweck es ist, den Raum hygienisch zu säubern und vorhandene schädliche Substanzen zu beseitigen.
Reinigung: Diese besteht aus der Entfernung und Beseitigung von Schmutz und der darin enthaltenen Mikroorganismen, wodurch die Keimbelastung verringert wird. Die Reinigung ist eine obligatorische Maßnahme vor der Desinfektion und der Sterilisation, denn Schmutz ist reich an Mikroorganismen, die sich aktiv vermehren, und kann deshalb die Wirkung der Desinfektionsmittel schmälern.
Säuberung: Für die Säuberung werden Reinigungs-/Hygienemittel – diese Begriffe sind gleichbedeutend – für Räume verwendet, die den Schmutz mit mechanischen oder physikalischen Verfahren entfernen.
Sterilisation: Physikalischer oder chemischer Prozess, der zur gezielten Abtötung jedes lebenden Mikroorganismus sowohl in vegetativer Form als auch in Form von Sporen führt.
Häufig werden die Verfahren der Intensivreinigung als rein visuelle Wahrnehmung von Schmutz betrachtet. In der Tat gibt es keine wissenschaftlichen Standards für die Messung der effektiven Wirksamkeit der Intensivreinigung im Verhältnis zur tatsächlichen Fähigkeit der Umgebung, bei den Benutzern intensivgereinigter Produkte direkt oder indirekt Pathologien zu verursachen. Deshalb müssen Mittel eingesetzt werden, anhand derer der Produktionsprozess kontrolliert und das Endergebnis bewertet werden kann um festzustellen, ob es den gesetzten Standards entspricht. In diesem Sinne müssen zur Bewertung des Endergebnisses der Intensivreinigung, das heißt der Hygienequalität der getesteten Oberflächen, Prozessindikatoren für die Bewertung des Produktionsprozesses und Bioindikatoren des mikrobiologischen Ergebnisses herangezogen werden.
Diesen Definitionen ist außerdem der Begriff Sanitisierung hinzuzufügen. Darunter ist die zweite Phase des Intensivreinigungsprozesses zu verstehen, die aus der Sterilisation einer Anlage oder eines Erzeugnisses der Lebensmittelindustrie mithilfe spezieller Bakterizide zu verstehen ist.
Die Desinfektion von Geschirr ist ein wichtiges Thema, vor allem in einer Zeit, in der die ganze Welt mit dem durch das Coronavirus verursachten Notstand konfrontiert ist.
Ein paar Anmerkungen zum Coronavirus
Das Coronavirus gehört zur Gruppe der behüllten Viren. Diese Viren verursachen beim Menschen Atemwegs- und Darminfektionen. Als behüllter Virus hat das Coronavirus keine höhere Resistenz gegenüber der Desinfektion oder Desinfektionsprozessen als andere behüllte Viren. Allerdings scheint sich bestätigt zu haben, dass die Coronaviren hitzeempfindlich sind (ab 60 °C – 70 °C).

Sanitisierung, das Grundkonzept
Temperatur, Zeit, Chemie und Mechanik sind die vier Einflussfaktoren, die den Sinnerschen Kreis bilden.
- Der Faktor Zeit: Die Zeit entspricht der Dauer des Spülzyklus.
- Die Temperaturen von Haupt- und Klarspülgang: Einem steigenden Wert entspricht eine größere Reaktionsgeschwindigkeit. Während des Spülzyklus liegt die Wassertemperatur im Spülraum zwischen 40 °C und 65 °C, während des Klarspülgangs liegt die Wassertemperatur hingegen zwischen 65 °C und 90 °C.
- Die Verwendung einer geeigneten spezifischen Chemikalie (Reinigungs- und/oder Sanitisierungsmittel): Durch Nutzen der Eigenschaften von Reinigungs- und/oder Sanitisierungsmitteln wird von den chemischen Reaktionen profitiert, die zum Lösen von mehr oder weniger hartnäckigem Schmutz führen; deshalb ist die Wahl der richtigen Produkte für den jeweiligen Wassertyp und die Art des zu bekämpfenden Schmutzes von grundlegender Bedeutung.
- Die mechanische Wirkung: Sie wird durch den Druck des einströmenden Wassers und den Einsatz der in der Maschine verbauten mechanischen Komponenten und Zubehörteile erzeugt.
Alle Elemente, die den Sinnerschen Kreis bilden, sind eng miteinander verbunden. Immer, wenn ein Spülzyklus ausgeführt wird, sind alle vier Faktoren beteiligt.

Normenverweise
Es gibt mehrere Normen, die das Thema Hygiene und Sicherheit im Zusammenhang mit der Sanitisierung von Geschirr behandeln.
- DIN – Deutsche Referenznorm
- NSF/ANSI – Amerikanische Referenznorm
- EN – Europäische Referenznorm
Diese Normen haben vor der Entstehung und Ausbreitung des aktuellen Coronavirus bestens funktioniert, heute sind sie allerdings nicht mehr ausreichend.
Baureihe Electronic VE mit Sanitisierungszyklus
Die Spülmaschinen der Baureihe Electronic VE mit atmosphärischem Boiler (BA) verfügen bereits seit ihrem Entstehen über die Funktion der Sanitisierung.

Es genügt, diese Option im Bedienmenü einzustellen, um den Spülgang bei hohen Temperaturen mit Sollwert 75 °C im Spülraum und 90 °C im Boiler zu aktivieren. Die hohen Spül- und Klarspültemperaturen tragen in Verbindung mit der mechanischen Wirkung, der individuell einstellbaren Dauer jeden Spülgangs und dem Einsatz adäquater Chemie dazu bei, auf dem Geschirr befindliche Viren, Keime und Bakterien zu beseitigen.
Allerdings gibt es keine Beweise dafür, dass ein solches Standard-Sanitisierungsprogramm gegen das Coronavirus wirksam ist. Aus diesem Grund hat Elframo die innovative Spülmaschinenreihe Hygiene Plus entwickelt.
Baureihe Hygiene Plus mit verstärktem Sanitisierungszyklus – weil sie das Coronavirus bekämpft
- Die Spülmaschinen der Baureihe Hygiene Plus von Elframo sichern höhere Hauptspül- und Klarspültemperaturen als jene, die von der deutschen Norm DIN 10534 für ausreichend gehalten werden. Auch die Einwirkzeit in den Spülmaschinen der Baureihe Hygiene Plus ist länger als jene, die von der deutschen Norm DIN 10534 empfohlen wird. Was die erreichten Temperaturen und die Einwirkzeit betrifft, entsprechen die Geräte Hygiene Plus also der deutschen Norm.
- Nach den amerikanischen NFS/ANSI-Normen, die auf der Berechnung des HUE-Wertes (Heat Unit Equivalent) beruhen, liegt der ermittelte Mindestwert bei 3.600. Aus den durchgeführten Versuchen geht hervor, dass der HUE bei den Spülmaschinen Hygiene Plus deutlich über dem Mindestwert liegt.
- Der Thermodesinfektionsprozess des Geschirrs in Verbindung mit dem verstärkten Sanitisierungszyklus ist vollgültig konform mit der Norm EN 15883 „Spül- und Desinfektionsgeräte”, der Referenznorm im medizinischen, veterinärmedizinischen, zahnmedizinischen und pharmazeutischen Bereich, die auch für das Spülen und Desinfizieren von Geschirr und Besteck gilt, das z. B. für die Nutzung durch immungeschwächte Patienten bestimmt ist.
- Zusätzlich zu den ersten 3 Punkten garantieren die Spülmaschinen Hygiene Plus die Aufrechthaltung für 5 Minuten einer Temperatur von 70 °C im beladenen Spülraum, wie es die amerikanische medizinische Studie zu Covid-19 vorschreibt, die am 2. April 2020 in „The Lancet” veröffentlicht wurde. Es handelt sich um die einzige Studie, die von der WHO und den nationalen Gesundheitsämtern anerkannt wird (nachgewiesene Wirksamkeit bei der Inaktivierung von SARS-CoV-2).
Zertifizierte Wirksamkeit gegen Covid-19 der Spülmaschinen der Hygiene Plus-Reihe
Nach Durchführung externer Labortests wurde zertifiziert, dass die Spülmaschinen von Elframo der Baureihe Hygiene Plus maximale Wirksamkeit gegen Viren, Keime und Bakterien (einschließlich SARS-CoV-2, das inaktiviert wird) gewährleisten.
